Gestaltung unserer Orien­tierungs­stufe

Anzahl der Wochen­stunden in der Orien­tierungs­stufe

• In der 5. Klasse werden 31 Stunden und in der 6. Klasse 32 Stunden erteilt. Dies ist die Vor­gabe der gültigen Kontingentstundentafel.

Zeit zum Ankommen

• Wir lassen uns viel Zeit zum Ankommen, das heißt viel Raum zum Kennenl­ernen und Ein­gewöhnen in der 5. Klasse und keine früh­zeitigen Tests oder Klassenarbeiten.

Klassenlehrer­teams und Klassen­lehrer­stunde

• Unsere Klassenlehrerteams werden von einer weiblichen und einer männ­lichen Lehr­kraft ge­bildet, die beide wichtige Ansprechpartner für die Kinder sind.

• Regelmäßig einmal pro Woche – das ganze Schul­jahr hindurch – haben wir in unserem Stundenplan eine Klassenlehrer­stunde, in der kein Fach­unterricht stattfindet, sondern in der es um so­ziales Lernen und Be­lange der Klassen­gemeinschaft geht.

Stundenplankonzept
• Durch Doppelstunden (90 Min.) haben die Kinder wenig Fächer am Tag – im Idealfall nur drei. Das Ge­wicht der Schultasche ist re­duziert und gleich­zeitig ist viel Zeit für Er­arbeitungs- und Übungs­phasen sowie indi­viduelle Schreib­prozesse, auf welche die flexible Pause in der Doppel­stunde ab­gestimmt ist. Aus­reichend Trinken ist wichtig für die Konzentrations­fähigkeit und deshalb während des Unterrichts erlaubt.
 
• In Intensivierungsstunden ar­beiten zwei Lehr­kräfte mit den Kindern.
 
• Unterrichtsschluss ist immer um 13.10 Uhr. An einem Tag in der Woche geht der Unter­richt nach einer langen Mittags­pause in der 5. Klasse bis 14.45 Uhr und in der 6. Klasse bis 15.30 Uhr – es gibt also nur einen langen Tag. Gerade am An­fang sind die Nachmittags­stunden am lan­gen Tag durch projekt­orientiertes und klassen­über­greifendes Ar­beiten und Pausen am ge­sunden Buffet ab­wechslungs­reich ge­staltet.
Projekttage in den Naturwissenschaften und den Sprachen ermöglichen vertiefendes Lernen mit viel Zeit.
 
• Zusätzlich zum Englischunterricht, der ab der 5. Klasse erteilt wird, ha­ben die Kinder in 6. Klasse die Wahl zwischen Französisch und Latein als 2. Fremd­sprache. Ein Projekt­tag und Be­ratungs­ge­spräche bie­ten Ent­scheidungs­hilfen.
 
• Über den regulären Unterricht hinaus können die Kinder beim frei­willigen Ganztags- und AG-Programm mit­machen, das dem Umfang einer Offenen Ganztags­schule (OGTS) ent­spricht. Die Schul­konferenz hat die offizielle Ein­richtung der KKS als OGTS auf den Weg gebracht.
Hausaufgaben
• Unser Doppelstundenkonzept ermöglicht es, dass wir in wei­ten Tei­len auf Haus­aufgaben ver­zichten können. Diese sind aus­ge­wählten Inhalten vor­be­halten, in denen eine Ver­lagerung in den individuellen häus­lichen Be­reich sinn­voll ist, z.B. beim Vokabel­training oder dem Lesen einer Lektüre.
 
• An drei Nachmittagen in der Woche bie­ten Fach­lehrer für ver­schiedene Fächer eine Be­treuungs- und Beratungs­stunde an.
Pädagogisches Konzept
• Spaß macht den Kindern das Be­lohnungs­system „Bei Stopp ist Schluss“ zur Förderung des Unter­richtsklimas und – weiter­führend – auch des Mit­einanders all­gemein. Ebenso ar­beiten wir lang­fristig mit dem Programm „Lions Quest“, die Klassen­leiter­stunde macht dies möglich. Zur Stärkung der Klassen­ge­meinschaft und des einzelnen Kindes fin­den in der 5. Klasse vor Weih­nachten eigens Projekt­tage statt.
 
• Dazu gehört auch das Erlernen eines ver­ant­wortungsbewussten Umgangs mit Medien, der in Projekt­tagen und mit Hilfe externer Be­rater geschult wird. Für die 6. Klassen findet zu dieser Thematik zudem ein präventives Projekt-Theater statt. In Klasse 7 ist Medien­kunde bei uns ein eigenes Schulfach.
 
Das Lernen lernen – dem widmen wir uns am An­fang der 5. Klasse vertiefend eine gan­ze Woche lang. Das in der Methoden­woche Er­ar­beitete wird an­schließend durchgängig in An­lehnung an die Fächer weiter trainiert.
• Natürlich stehen auch viele gemeinsame Ak­tivitäten über den Unter­richt hinaus an: Die drei Tage des gemeinsamen Kennen­lernens zu Be­ginn der 5. Klasse, Klassen- und Jahr­gangs­feste, die Klassen­fahrt nach Sylt und die Jahr­gangs­disko in der 6. Klasse, Sport­turniere, die gemeinsame Theater­fahrt nach Ham­burg, Lesungen, Konzerte und mehr.
 
Patenschüler aus der Oberstufe, die die Fünft­klässler gleich zu Beginn kennenlernen, sind ne­ben den Lehrkräften wichtige An­sprech­partner. Sie be­gleiten uns bei Aktionen und unter­stützen die Lehr­kräfte zum Beispiel bei Unter­richts­projekten am langen Nachmittag.
 
• Die fachliche Abstimmung der Klassen- und Fachlehrer ist sehr eng. Sie erarbeiten und be­sprechen auch gemeinsame Klassenarbeiten.
 
• Im Musikunterricht können Kinder, die ein Instrument spie­len, in einem klassen­über­greifenden Kurs in­tensiver miteinander musizieren.
Ansonsten erfolgt vor dem Hintergrund der of­fiziell gel­tenden Kontingent­stunden­tafeln keine Auf­teilung der Fünft­klässler nach Fächer­schwer­punkten. Wir wol­len, dass alle Schüler mit den gleichen Vor­aus­setzungen in die Mittelstufe gehen.
Offenes Raumkonzept
• Unsere 5. und 6. Klassen haben ein eigenes Ge­bäude für sich – neben dem Klassenraum gibt es Gruppen­arbeits­räume, die während des Un­ter­richts genutzt werden, zum Beispiel für Lern­stationen oder kleinere Lern­gruppen, wenn zwei Lehr­kräfte in der Klasse unter­richten. Auch andere Räume des Orien­tierungs­stufen­ge­bäudes wie die Bücherei und den Chill­raum beziehen wir in Phasen des Unterrichts ein. Der Pausenraum mit umfang­reicher Spiele­sammlung und den Tisch­kickern wird von der Schüler­ge­meinschaft "SG" betreut, die auch den Verleih von Spiel- und Sportgeräten in der Aktiven Pause organisiert.
Mittagsbetreuung und Aktive Pause
• Die Mittagspause am langen Tag gestalten O­ber­stufen- und Paten­schüler. Sie be­gleiten die Kin­der zum ge­mein­samen Mittag­sessen in der Mensa und be­treuen die Aktive Pause. In der Sport­halle und auf dem Sport­platz kön­nen sich die Kin­der be­wegen und toben, Ruhe fin­det man in den Räumen des Orien­tierungs­stufen­ge­bäudes wie zum Bei­spiel dem Chillraum.
Rechtschreibtraining
• Wir haben im letzten Jahr für den Recht­schreibunterricht das Leßmannkonzept in den 5. Klas­sen ein­ge­führt, das mit den Kindern auf­steigt. Es macht Spaß und hat uns über­zeugt. Los­gelöst von Notengebung und kurz­fristigen Rechtschreibeinheiten ist dies ab­ge­stimmt auf individuelle Entwicklungs- bzw. Trainingsfelder der Kinder.
Lerncoaching
• Im Rahmen der AG „Lerntechniken“ bietet un­ser spezialisierter Coach, Frau Kellermann, kos­ten­freies, individuelles Lerncoaching an. Hier können Einzel­beratung und Be­treuung für un­sere Orien­tierungs­stufen­schüler je nach Förder- oder Forderschwerpunkt erfolgen.
Spezielle Förderung und Beratung:
• Neben den oben genannten Aspekten haben wir eine große Vielfalt an individuellen Förder- und Be­ratungs­an­geboten mit aus­ge­bildeten Lehr­kräften wie zum Bei­spiel die Legas­thenieberatung mit ent­sprech­enden Förder­stunden, das Enrichmentprogramm, Be­ratung in Fra­gen zur Hoch­be­gabung, Sozial­trainer und Ver­bindungs­lehrer. Bei Fra­gen der Inklusion oder anderen Heraus­forderungen nutzen wir für die Unter­stützung un­ser Netz­werk aus externen Be­ratern und Helfern.

Weiterführende Informationen:

Wahl der 2. Fremdsprache Französisch oder Latein

In der 6. Klasse / Quinta belegen die Schü­ler­Innen eine 2. Fremd­sprache. Sie haben die Wahl zwischen Französisch und Latein. Ent­scheidungs­hilfen gibt es hier. Allgemeinere In­for­mationen zu Fremd­sprachen am Gym­nasium erhält man hier.