Cart-Projekt
Die Idee
Entstanden ist die Idee zu diesem Projektkurs aus der Überlegung heraus,
dass wir, das sind Jakob Meyer, Willem Lüschow und meine Wenigkeit Krischan Lipp, einmal ein
Projekt machen wollten, welches nicht die üblichen Themen Kochen, Mode oder Ähnliches
behandelt.
Zunächst fanden wir das Projektthema Autotuning doch sehr ansprechend, mussten diese Idee
jedoch wieder verwerfen. Die Kosten wären zu hoch und die Zeit zu knapp gewesen.
Zudem hätten wir einen Fachmann als Unterstützung benötigt.
Worüber wir uns zu diesem Zeitpunkt aber schon im Klaren waren, war, dass Herr Peters Senior
genau die richtige Lehr-, und wie sich nachher schnell heraus stellte auch Fachkraft
für solch einen auf Technik basierenden Projektkurs sei.
Nach dieser ersten Idee musste es aber trotz allem ein Gefährt mit Motor sein,
mit welchem wir uns beschäftigen wollten. So überlegten wir uns,
einen funktionsfähigen Motor zu besorgen und daraus ein Einmannfahrzeug zu konstruieren,
welches wir dann später vorstellen wollten. Dies war auch die vorläufige
Beschreibung unseres PKs, als wir unsere Vorschläge einreichen durften und uns
schließlich entscheiden mussten. Mit Hinnerk Lutz, Igor Kassaew, Sabrina Krüger,
Florian Wollne, Patrick Modrak und Andis Rava fanden wir weitere Begeisterte,
die glücklicherweise unser Team komplettierten, um auf die geforderte Teilnehmerzahl
zu kommen.
Es konnte also endlich begonnen werden und wir wurden uns relativ schnell einig eine Art Cart
zu bauen. Patrick besorgte daraufhin auch gleich einen alten Mopedmotor und Jakob
erklärte sich bereit sich um die Finanzierung zu kümmern.
Wir mussten jedoch schnell erkennen, dass ein Cart ohne jegliche Vorkenntnisse,
Material und Bauplan nicht zu realisieren war. Herr Peters fand daraufhin im Internet
ein Rasenmäher-Cart mit einem leistungsstarken Motor, welches das ideale Grundgerüst
für einen Eigenbau bot. An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal herzlich
bei Herrn Peters und bei meiner Mutter bedanken, die uns bei der Finanzierung halfen.
Nach einer ersten Probefahrt machten wir uns mit Begeisterung an die Planungen zur
Veränderung des Cart und zur Leistungssteigerung des Motors und verteilten Aufgaben
auf mehrere kleine Gruppen. Vom ursprünglichen Rasenmäher sollte nachher nichts
mehr zu erkennen sein. Die Fortschritte und das Endprodukt sind weiter unten
zu bewundern.
Besonders Herr Peters hat uns mit seinem beherzten Einsatz, seiner Freude an Technik und daran,
dass er so etwas noch einmal in seiner Schullaufbahn erleben durfte, sowie seinen Beziehungen
sehr geholfen. Ohne seine Hilfe wäre dieser Projektkurs mit Sicherheit nicht zustande
gekommen. Vielen Dank! Wir wünschen ihm einen wohlverdienten Ruhestand,
den er ja nach dieser letzten Tat antreten wird.
Mir persönlich hat dieser Projektkurs sehr gut gefallen.
Wir haben alle gut zusammen gearbeitet und die Arbeitsatmosphäre war sehr angenehm.
Alles in allem bin ich von unserem Endprodukt mehr als begeistert,
da es alle meine anfänglichen Erwartungen übertroffen hat.
Ich denke, dieser Projektkurs Fahrzeugbau war eine gelungene Abwechslung
zu den Vorangegangenen in den vergangenen Jahren. (Krischan Lipp)
Mähwerkausbau
Als Grundlage für unsere Umbauten mussten wir das Mähwerk entfernen. Schließlich wollten
wir mit dem Cart nicht länger den Rasen mähen, sondern nur herum fahren und dies sollte
möglich noch schneller vonstatten gehen, als es vorher möglich war.
Zudem ist es auch eine Frage der Sicherheit, da bei unsachgemäßem Gebrauch es mit einem
scharfen Messerbalken ziemlich schnell zu Unfällen kommen kann.
Durch die Demontage konnte außerdem Gewicht eingespart und Platz gewonnen werden,
was zu einem niedrigerem Benzinverbrauch und evt. auch besseren Beschleunigung und
höherer Endgeschwindigkeit führt.
Um das Mähwerk schließlich zu demontieren, mussten alle Schrauben gelöst
werden, mit dem es an dem Rahmen des Gefährts befestigt war. Außerdem musste
der Keilriemen, der für den Antrieb des Mähwerkes verantwortlich war, entfernt
werden und der Hebel, welcher für die Höhenverstellung, sowie das Bautenzug,
der für den Antrieb des Mähwerkes verantwortlich ist, abgeschraubt werden,
da wir ansonsten das Mähwerk nicht hätten unter dem Cart heraus holen können.
Nachdem das Mähwerk demontiert wurde, haben wir es gereinigt, alle dazugehörigen
Teile sicher aufbewahrt und versuchen zur Zeit es zu Verkaufen.
Die Bremse
Eines stand von Anfang an Fest: Das „Ding“ muss schneller werden!
Schnell ist die eine Sache, sicher jedoch die Andere. Damit wir das Gefährt
auch zum Stehen kriegen können, wenn es erst einmal unterwegs ist, musste eine Bremse
her. Bisher hatte das Cart nämlich noch keine, da es nur über einen Keilriemenspanner
angetrieben wurde und zum Verzögern die Spannung gelockert wurde.
Herr Peters organisierte eine hydraulische Scheibenbremse, wie man sie bei Fahrrädern
oder Motorrädern finden kann, die wir an der Hinterachse plazieren wollten,
so das der rechte Hinterreifen gebremst wird.
Jedoch war die Scheibe zu groß, dass sie nicht auf die Achse hätte geschraubt werden können, also musste erst ein Flansch angefertigt werden. Hierfür wurde Maß genommen und beim nächsten Treffen hatten wir einen passenden Flansch, der an der Bremsscheibe sowie an der Hinterachse sitz.
Der Abstand zwischen der Hinterachse und der Verkleidung des Rahmens jedoch,
war zu gering, dass die Scheibe hätte dazwischen laufen können.
Daher musste ein Schlitz in die Verkleidung rechts vom Motor geschnitten werden,
was wir mittels eines kleinen Winkelschleifers und einer Schneidscheibe bewerkstelligten.
Nun läuft ein drittel der Scheibe oberhalb der Verkleidung, rechts vom Motor.
Den Bremssattel schraubten wir von unten an die Verkleidung heran.
Für den Bremshebel nahmen wir ein Messingrohr, bogen es zurecht,
schraubten es an das Gestänge des Carts und befestigten den Bremshebel daran. (Willem Lüschow>
Die Front
Da unser Cart keine Front bzw. Verkleidung hatte, war es eine unserer ersten Aufgaben eine solche zu
entwerfen und herzustellen. Hierfür haben Krischan Lipp und meine Wenigkeit, Florian Wollne mit ersten
Designskizzen begonnen. Mit Hilfe unseres Lichttechnikers, Hinnerk Lutz, entwarfen wir dann eine
Pappkonstruktion, welche uns erste Eindrücke von der baldigen Front geben und später
sogar als Vorlage für die Stahlfront dienen sollte. Wir haben nun unser Muster auf unser Blech
übertragen und standen vor unserem ersten Problem. Wie zur Hölle biegt man (professionell!!!)
unser Blech?
Die Lösung: Man schiebt das Problem jemandem anderem zu!
Wir ließen nun also unser Blech von einer Firma biegen und konnten uns wichtigerem widmen.
Da Krischan nun öfters zu anderen Projekten abgezogen wurde, musste ich mir für die Designfrage
eine kompetente Hilfskraft organisieren. Diese fand ich in Patrick Modrak.
Mo und ich trafen uns am Wochenende und schafften es nun die Front zu lackieren und das Schlangendesign
aufzutragen.
Nachdem wir und unsere Front unter Applaus (Zitat Willem: „Nicht schlecht, ihr Freaks!“)
empfangen wurden, ging es nun darum unser Kunstwerk am Cart zu befestigen. Hierzu formten wir mit Hilfe
Patricks Freund „Rohe Gewalt“ aus einer Schiene ein Rahmengestell für unsere Front.
Nachdem Hinnerk nun seine Lampen angebaut und die Front mit gewaltigem Verschleiß
(Willems Bohrköpfe lassen grüßen) befestigt haben, war unsere Arbeit nach
etlichen schweißtreibenden, aber stets lustigen und fordernden Stunden beendet.
Mir haben diese Arbeit und der PK sehr gut gefallen. Durch die kompetente Hilfe durch
Herrn Peters und kreative Ideen der Kursmitglieder war es nie langweilig. Danke an alle tatkräftigen
Helfer und Sponsoren. (Florian Wollne)
Scheinwerferbau
Nachdem die Idee für die Karosserie unseres Gefährtes stand wurde uns schnell klar,
dass wir auch coole Scheinwerfer bräuchten, um den genialen Look zu vervollständigen.
Diese sollten aber weniger den Zweck der Ausleuchtung der Straße erfüllen, sondern hauptsächlich
als Blickfang und Showeffekt dienen. Nach den ersten Skizzen und der Aufteilung der Aufgaben, wurde mir, Hinnerk Lutz, die Ehre zu Teil, dieses einzigartige Projekt zu übernehmen.
Nachdem ich mir nun einige Gedanken zu dem Thema Scheinwerfer gemacht hatte und mir unser bisherigen
Design nochmals vor Augen geführt hatte, entschied ich mich, alle Zeichnungen über Bord zu werfen und
nochmals von vorne zu beginnen. Dieser geniale Schachzug sollte sich aber später noch als nicht
unproblematisch herausstellen. Zwar kam das neue Design, das sich dann auch bis zum Ende durchsetzte,
bei allen gut an, aber die Größe würde noch ungeahnte Schwierigkeiten mit sich bringen,
von denen aber später noch genug berichtet werden kann.
Klar war, dass wir LEDs verwenden wollten, da diese erstens sehr hell sind und zweitens als Scheinwerfer
einfach nur geil aussehen. Die Idee eine einfache Lochrasterplatine als Basis zu verwenden,
war gleichermaßen brillant wie kompliziert, da es an der Beschaffung solcher haperte.
Aber Herr Peters, unsere Lehrkraft und Mädchen für alles,
erwies sich auch hier mal wieder als richtiger Ansprechpartner und siehe da,
irgendwo aus den Tiefen seines Werkzeugschuppens zauberte er die gewünschten Platinen hervor.
Als ich nun die Platinen von Herrn Peters und die LEDs hatte machte ich mich daran,
einen Schaltplan zu entwerfen, nachdem dann alles verbaut werden sollte.
Nun konnte es endlich ans basteln gehen und so holte ich mir meinen Lötkolben und den Heißkleber
und machte mich übereifrig ans Werk. Weiter als die LEDs mit ihren Widerständen in die Platine zu
stecken kam ich dann aber nicht, da ich vor lauter Vorfreude vergaß die Kabel zu kaufen.
Während ich mich dann irgendwann in den Weihnachtsferien darum kümmerte, tauchte das Problem auf,
von dem ich auch oben schon erzählte. Ich hatte zwar viele Platinen von Herrn Peters bekommen,
aber nur eine war auch groß genug, für das gut proportionierte Design. Unbeirrt davon machte
ich mich dann aber an die Fertigstellung des ersten Scheinwerfers, in der Hoffnung, das Problem löst
sich früher oder später von selbst.
Das Verlöten der einzelnen LEDs gestaltete sich dann doch fummeliger als ich es mir erhofft hatte
und machte recht viel Arbeit. Am Ende war der erste Scheinwerfer aber noch rechtzeitig zum Treffen
in den Ferien fertig, dafür musste ich auch die ganze Nacht löten, und konnte am Fahrzeug montiert
und probiert werden. Das Ergebnis aber konnte sich sehen lassen und passt super zu unserem heißen Gefährt.
Auch das Problem der Platine hat dann der Chef selbst in die Hand genommen und zu einem glücklichen
Ende gebracht.
Für den zweiten Scheinwerfer hatte ich nun also eine Platine, die aber kein Raster besaß,
sondern belichtet und geätzt werden musste. Glücklicherweise bekam ich dabei Unterstützung
(vielen Dank nochmals an Carsten Bochert) und könnte mich dann daran machen nach dem Bohren
der Löcher die LEDs sowie die Widerstände zu verloten. Am Freitag Abend würden die Scheinwerfer
dann auf den letzten Drücker in einer Nacht und Nebel Aktion am Fahrzeug montiert und probiert.
Das Ergebnis, so denke ich, ist das I-Tüpfelchen auf unserem Teil. Nicht das es ohne nicht gut
aussehen würde, aber so ist es der Hammer.
Nachdem nun also endgültig alles montiert ist und ich unseren Flitzer in seiner ganzen Pracht
bewundern durfte, möchte ich an dieser Stelle das ganze Team loben, und vor allem auch Herrn Peters danken,
denn was hier erarbeitet wurde ist wirklich nur super! Von diesem PK wird man hoffentlich noch lange
gesprochen. Mir hat es zumindest riesig Spaß gemacht und ich bin stolz auf unser gemeinsam erarbeitetes
Meisterstück.
Danke an alle, ihr wart super! (Hinnerk Lutz)
Sitzumgestaltung
So stand nun also der gesamte PK vor unserer treckerähnlichen Rennmaschine, die Herr Peters,
der Leitwolf unseres Projektes, aufgetrieben hatte und überlegte, was alles verändert werden müsse.
Verschiedene Vorstellungen von irrwitzigen Gefährten manifestierten sich schnell in den kreativen Köpfen
aller möchtegern Rennfahrer und so riss jeder seine Lieblingsaufgaben an sich.
Mir, Sabrina Krüger, wurden, als einziges Mädchen, nach der traditionellen Rollenverteilung die Arbeiten
zur Umgestaltung des Fahrersitzes übergeben, die Jungs übernahmen die technischen Basteleien.
Ich überlegte also, wie man den Sitz optisch so aufwerten könne, damit er als Rennsitz die Sportlichkeit
unseres Flitzers unterstreicht. Sportlich sah er ja aus, aber das WOLF-Logo musste unbedingt weg,
so trennte ich dieses in mühsamster Fummelarbeit, mit Herrn Peters Schweizer- multifunktions- Taschenmesser,
ab. Währenddessen überlegte ich mir, dass der Sitz seine Farbe von rot nach schwarz wechseln sollte
und ein neues Logo, unser KKS-Greif, unbedingt nötig wäre. Zunächst beschäftigte ich mich also mit
der Farbumgestaltung, die sich schwerer also zuerst gedacht erwies. Zum Einfärben habe ich die doppelte
Menge an Färbemittel genommen, doch nach der Anwendung, waren lediglich die Nähte und der „Cart“-Schriftzug
schwarz wie die Nacht. Der eigentliche Sitz hatte einen leichten Grauton, der sich fleckenartig
über den Sitz zog. Der Grund liegt im Material des Stoffes, er hat die Farbe nicht angenommen.
So konnte ich den Sitz nicht belassen und musste wohl oder übel in der Kälte den Sitz komplett
schrubben um wenigstens die ursprüngliche Farbe wieder zu bekommen. Als Ergebnis erhielt ich so einen
fast unveränderten Sitz und pechschwarze Finger. Daraufhin ging ich in die Stadt und besorgte mir gelben
Baumwollstoff, auf den ich unser KKS- Maskottchen drucken ließ. Zu Hause angekommen schnappte
ich mir die Nähmaschine meiner Mutter, setzte mich kurz mit ihr auseinander, schwang die Schere
ein zweimal gekonnt und nähte dann mit einigen Anlaufschwierigkeiten den Stoff auf den Sitz auf.
So wurde dieser, nach einigen Problemchen, doch noch rechtzeitig fertig und begeisterte den Rest
des Kurses. Ich für meinen Teil bin mit meiner Arbeit sehr zufrieden und denke, dass sich meine
Anstrengungen gelohnt haben. (Sabrina Krüger)
Reifenumgestaltung
Jeder war mit irgendeiner Sache beschäftigt und war am Schrauben, Sägen und Bohren. Da fielen Krischan Lipp und mir, Sabrina Krüger, die einsamen Reifen auf, die in der Ecke traurig dreinschauten. Uns war sofort klar, dass diese nicht in ihrem jetzigen, schmutzig gelben Look zu unserem Fahrzeug passen würden. Über die Farbe waren wir uns zwar noch nicht ganz einig und entschlossen so, sie erst einmal mit grauem Grundierungsspray anzusprühen. Nachdem die Farbe dann in unseren Händen war und die Vorbereitungen, wie putzen der Reifen, abgeschlossen waren, ging es auch schon los und wir sprühten abwechselnd die Reifen an. Dann wurde Krischan aber schon wieder um Hilfe gerufen und ich übernahm kurzerhand die weitere Umgestaltung allein. Der ganze Kurs hatte sich auf Schwarz geeinigt, also besorgte ich im Baumarkt den passenden Lack und hatte innerhalb kurzer Zeit die Reifen, sowie meine Finger umgefärbt. Die gepimpten Felgen passen sehr viel besser zu dem neuen Look unseres Rasenmähers und stießen auch bei den restlichen Kursmitgliedern auf Zustimmung. (Sabrina Krüger)