24 Luschen guided by the light in Sofia
Bulgarien ruft, und unser Orientierungssinn bleibt Zuhause. Neues Land, neue Kultur, neue Sprache. Für viele der erste Flug, für manche sogar das erste Mal im Ausland und dann auch noch nur mit Handgepäck. Ob sich alle an die Maße gehalten haben, spielt erst beim Rückflug eine Rolle.
Mit Zwiebellook und überfüllten Taschen ging es los! Während in Hamburg das norddeutsche Wetter tobte, reisten wir in die pralle Sonne nach Sofia. 10 Grad wärmer und top Laune, weil wir ohne Komplikationen ankamen! Ein Spaziergang mit Gepäck und viele knurrende Mägen später, checkten wir ins Hotel ein. Um 21:30 Uhr begann die Essenssuche. Problematisch war nur, dass fast alle Läden um 22:00 Uhr schlossen, außer einer: Das goldenen M. Und auch wenn Frau Francou alles gegeben hat, um es zu verhindern, landeten wir bei McDonalds, was im Laufe der Woche zu unserem Treffpunkt wurde.
Am nächsten Tag, nach einem ausgewogenen Frühstück, ging es los mit der Stadtführung. Als es hieß, dass die Stadtführung 4 Stunden dauern könne, war unsere Motivation schon am Boden. Doch dann hat Stojan mit seinen Kindheitsbonbons, die wir als Belohnung zur Beantwortung der Fragen bekamen, die Stadtführung spannend und humorvoll gestaltet. Durch ihn haben wir auch erfahren, dass Dara, die Siegerin des ESC, in Sofia auftreten wird. Mit langen Überredungen der Lehrkräfte, Betteln und versprochenen Fußmassagen (die zum Glück nie stattgefunden haben) schafften wir es, ein bulgarisches Konzert zu erleben und mitfühlen zu dürfen. Wir haben zwar wenig bis nichts verstanden, aber es war dennoch unvergesslich.
Als wir uns am Mittwochmorgen versammelten, fragte Frau Francou, ob wir Lust aufs Wandern hätten. Noch bevor irgendwer antworten konnte, rief Herr Furmanov: „Gib mir ein L! … U! … S! … C! … H! … E! … N! Was heißt das?“ Und natürlich kam aus der Gruppe nur noch: „LUSCHEN!!!“ Mit einem riesigen Lachflash startete dann unsere Wanderung. Nach ungefähr 300 Pausen, viel Gemecker, Gejaule und der Frage „Wie weit noch?“ im Minutentakt, kamen wir schließlich am Wasserfall an – unter der Führung von Frau Francou «We were guided by the light». Der Wasserfall war für alle mega beeindruckend und für viele definitiv das Highlight der Fahrt.
Am Donnerstag machten sich bei einigen noch die Folgen der Wanderung bemerkbar, Muskelkater inklusive. Nach dem Frühstück besuchten wir den Frauenmarkt direkt neben unserem Hotel. Dort kauften wir in Gruppen verschiedene Produkte und konnten dabei unsere Sprachkenntnisse testen. Anschließend machten wir ein Picknick auf einer Wiese, bevor wir das archäologische Museum besuchten. Den Abend ließen wir bei einem typisch bulgarischen Essen ausklingen. Danach hieß es: Koffer packen und die letzten Souvenirs verstauen.
Am Freitag wurde noch schnell gefrühstückt. Danach ging es zum Flughafen. Dort erwartete uns die erste kleine Komplikation: Da wir nur mit Handgepäck reisen durften, wurden die Koffer genau kontrolliert. Einige Gepäckstücke überschritten die erlaubten Maße, sodass noch zusätzliche Gebühren fällig wurden. Nachdem auch diese Hürde gemeistert war, kamen alle durch die Sicherheitskontrolle. Der Rückflug verlief anschließend ohne weitere Schwierigkeiten, und wir kamen mit vielen neuen Eindrücken wieder zu Hause an.
Die Woche verging viel zu schnell, doch die Erinnerungen an unsere gemeinsamen Erlebnisse bleiben. Wir nehmen viele lustige Erinnerungen, neue Erfahrungen und jede Menge Insiderwitze mit nach Hause.
