Schüleraustausch mit Bosnien und Herzegowina

Bijeljina - Gradačac - Itzehoe

Im Schuljahr 2017/18 nimmt die KKS an ei­nem tri­lateralen Schü­ler­aus­tausch mit zwei Schu­len in Bos­nien und Her­ze­go­wina teil. Ver­mittelt und be­gleitet wird die Part­ner­schaft von der Stif­tung "Schü­ler Hel­fen Le­ben", die bei den Aus­tausch­pro­jekten wie­derum vom Aus­wär­tigen Amt unter­stützt wird. Bos­nien und Herze­go­wina ist eines der jüngs­ten Län­der Eu­ro­pas und ei­nes der wenigen, in dem Mus­lime neben ortho­doxen und katho­lischen Chris­ten eine der drei größten Be­völkerungs­grup­pen bil­den, das po­litische System ist hoch­komplex.
Unsere Partner­schulen liegen im Os­ten des Lan­des. Die Srednja eko­nomska ško­la be­findet sich in Bijeljina in der über­wiegend serbisch be­wohnten Re­publika Srpska; im  mehr­heitlich bosnia­kisch be­wohnten Gradačac auf dem Ge­biet der För­dera­tion Bos­nien und Herze­go­wina ist die MSŠ "Hasan Kikić" unser Part­ner. Am 30.09. bis zum 08.10.2017 starte­ten die Jugend­lichen mit ihren bei­den Lehrer­innen Daliborka und Selma ihren Be­such in Deutsch­land.

02.10. - Kiel und Laboe

Heute war der erste "richtige" Tag zu­sammen mit unseren Aus­tausch­schülern. Wir starteten um 8:00 Uhr in der Schule, wo jeder Schüler zu­sam­men mit seinem Aus­tausch­schüler an einer Stunde Unter­richt in seiner Klasse teilnahm. An­schließend wurde die De­lega­tion aus Bosnien und Herze­go­wina durch unseren Schul­leiter Martin Bau­dach be­grüßt. Um 9:30 fuhren wir mit dem Bus nach Kiel. Im Land­tag empfing uns unsere lo­kale  Land­tags­ab­geordnete Birgit Herde­jürgen, sie führte uns in den Plenar­saal und er­klärte uns die Funk­tion und das System des schles­wig-­holsteinischen Par­laments und be­antwortete Fragen. Dali­borka interessierte sich sehr dafür, ob bei uns die Schul­leiter auch über die politischen Parteien be­setzt würden wie in BuH.
Gegen 12:00 starte­ten wir unsere ein­stündige Schiffs­fahrt nach Laboe, auf der sich wet­ter­technisch die Son­ne durch­setzte.  In Laboe be­sichtigten wir das Marine­denk­mal und hat­ten ein bisschen Freizeit. Auf der Rück­tour konnten wir noch eine Stunde im CITTI-­Park shop­pen, was besonders unseren Gast­schüleren gefiel. Gegen 18:00 trafen wir wie­der in Itzehoe ein.
Cosma und Elida
 

04.10. - Kunstprojekt und Empfang

Am Mittwoch, dem vierten Ok­tober, trafen wir uns um acht Uhr im alten Zeichen­saal der KKS. In Zweier­teams bauten wir unter An­leitung unseres Kunst­lehrer Stephan Frei­wald aus Karton einzel­ne „Bau­steine“ zu­sammen und ge­stalte­ten sie in zweier oder dreier Grup­pen bunt. Wir kamen zügig voran. Erstens, weil wir bei der Arbeit Mu­sik aus Deutsch­land und Bosnien-­Herzego­wina hörten – mit Mu­sik geht alles bes­ser – und zweitens, weil nach einiger Zeit alle an Kartons mit­arbeite­ten, die noch nicht fertig waren. Am Ende bauten wir in der Aula eine Brücke als Sym­bol für den Zu­sam­men­halt der Aus­tausch­schulen daraus und machten ein ge­mein­sames Grup­pen­foto davor.
Mittags hatten wir einen Termin beim Bürger­vor­steher Heinz Köhnke im alten Rat­haus, der die Gäste und uns herzlich will­kom­men hieß. Seine Re­de, in der er kurz  Itzehoe vor­stellte und die Wichtigkeit von friedlichem Mit­einan­der be­tonte, wurde von Daliborka ge­dol­metscht. Als Gast­ge­schenke über­reichte Herr Köhnke Uhren und Wap­pen der Stadt Itzehoe.
Anschließend gab es ge­mein­sames Mit­tag­essen in unserer Schul­mensa. Für den A­bend hatten die Itze­hoer Schüler­innen und Schüler einen „bunten Abend“ organisiert, der mit Musik be­gleitet wurde, Eltern un­ter­stützten uns am Grill und alle hat­ten etwas für das Buffet mit­gebracht.
Jana
05.10. - Lübeck

Nach unserer Ankunft vor dem Hanse-­Museum - unser Bus­fahrer hat­te uns we­gen des schlech­ten Wet­ters dankens­werter­weise di­rekt dort ab­ge­setzt - teil­ten wir uns in zwei Grup­pen führ die Führung durch das Museum, eine Grup­pe be­kam eine deutsch­sprachi­ge Führung die andere Grup­pe eine Führung auf Englisch. Im Hanse-Museum lernten wir, wie sich der Hanse­bund aus­breitete, mit welchen Wa­ren er ge­handelt hatte, welche Be­deu­tung der Han­del für Lü­beck hat­te und wie sich unter anderem die Pest über die Handels­wege aus­breitete. Wir sahen auch die alten Grund­mauern unter dem Ge­bäude, die zu einem Mönchs­kloster ge­hört hatten und ein lebens­großes Boot - eine ge­treue Nach­bildung eines alten Kauf­mann­schiffs - sowie die Dar­stellung eines kleinen Marktes, der das Waren­agebot der da­maligen Zeit zeigte.

Nach einer Mittags­pause sam­melten wir uns gegen 13.00 Uhr am ver­ein­bar­ten Treff­punkt in der Nähe von Marien­kirche und altem Rat­haus für die Stadt­führung. Während der Stadt­führung über­setzten unsere Gast-­Lehrer­innen das Ge­sagte des Stadt­führers für die Aus­tausch­schüler, damit sie es bes­ser ver­stehen konnten. Die Füh­rung ging durch den histo­rische Saal des alten Rat­hauses und durch die Marien­kirche. Wir er­fuhren, dass für die Marien­kirche - die größte gotische Back­stein­kirche in Eu­ropa und die dritt­größte Kirche Deutsch­lands - mit ge­schätzten fünf Mil­lionen Back­steinen er­baut wurde und das bei der Her­stel­lung der Back­steine meist ein Drit­tel ka­putt ging. Der Stadt­führer zeigte uns auch einen klei­nen Teu­fel vor der Kirche und er­zählte uns dazu eine klei­ne Ge­schichte, in der der Teufel un­frei­willig beim Kirch­bau half. Nach der Führung hatten wir Frei­zeit in Lübeck bis zur Abfahrt um 16 Uhr. Ge­gen 18 Uhr kehr­ten wir nach Itzehoe zurück, wo der erste Herbst­sturm er­hebliche Spuren hinter­lassen hatte.
Lea
06.10. - Hamburg

Am Frei­tag waren wir in Ham­burg, dort be­such­ten wir als erstes das Kessel­haus. Von dort be­gan­nen wir dann unsere Führungen durch die Hafen­city. Es gab eine Führung auf Deutsch und eine auf Eng­lisch. Während der Führung wurde uns viel über die Ge­schichte der Hafen­city und die städte­bauliche Planung er­zählt, auch wie die Grund­stücke ver­geben werden, war ein Thema. Etwas, das uns alle sehr interes­sierte, waren die Preise, die man hier für Wohn­raum be­zahlen muss, welche sehr unter­schied­lich sind. Auch die Planung der Spiel­plätze war sehr interessant, da diese hier von den Kindern, die darauf spielen sollen, mit geplant werden. Wir stürmten al­le zu­sam­men den Spiel­platz und auch wir hat­ten viel Spaß.

Nach einer kleinen weiteren Strecke endete die Führung vor der Elb­phil­harmonie. Wir fuhren dann in der Elb­phil­harmo­nie die längste Roll­treppe Europas hinauf und waren auf der Plaza. Von dort hat­te man eine tolle Aus­sicht und es wurden auch viel Fotos ge­macht. Das Wet­ter spielte mit, nach­dem der Vor­tag ja vom Sturm gezeichnet war. Ab dann hat­ten wir Frei­zeit, die wir für Essen, Shop­pen oder anderes nutzen konnten. Am Bahn­hof trafen wir uns dann wieder und fuhren alle zu­sam­men zu­rück nach Itzehoe. An der Schule warteten  die Eltern schon auf uns und hat­ten leckeres Es­sen vor­be­reitet. So ließen wir alle zu­sam­men den letzten Abend aus­klingen.

Sarah

"Gut für Schulen - Gut für Feunde"

Am 28.11. stellten Jana und Sarah unser Aus­tausch­projekt während der Präsentations­ver­an­staltung des Projekt­wett­bewerbs "Gut für Schu­len" der Spar­kasse West­hol­stein vor.

Presseschau

Im Kieler Landtag